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Renate vom Hofe: Die 150 besten Checklisten zum Kundenmanagement. mi-Fachverlag 2008. Von der Ambivalenz eines PapierstreifensDie Beliebtheit von Checklisten hält sich in Grenzen. Wo der eine sich über Bürokratie und Einfallslosigkeit aufregt, fühlt sich der andere von dieser Aneinanderreihung erledigter und liegen gebliebener Fakten permanent gegängelt. Jubelschreie beim Anblick von Checklisten sind bestens dazu geeignet, Außenseiterpositionen zu manifestieren. Und doch hat er es in sich, der Papierstreifen oder italienisch lista, sozusagen Urvater der Checkliste. Dass unser Flug von A nach B reibungslos verläuft, ist nämlich unzähligen solcher „Papierstreifen“ zu verdanken, dass wir beim Einkauf im Supermarkt keine leeren Regalreihen vorfinden, ebenso. Wie wir als Kunde überhaupt ticken, selbst das kann man in Checklisten festhalten. „Die 150 besten Checklisten zum Kundenmanagement“ aus dem FinanzBuch Verlag sind nachdrücklicher Beweis dafür. Renate vom Hofe, die Autorin, Großmeisterin aller Checklisten, ist seit vielen Jahren mit den Themen Außendienst und Verkauf beschäftigt. Sie kennt die Prozesse des Kundemanagements in- und auswendig. Sie weiß, dass der gesellschaftliche Wandel auch beim Kunden Spuren hinterlässt. Gleichzeitig wächst die Kraftanstrengung, durch den Dschungel der Konsumangebote zu ihm zu dringen, ins schier Unermessliche. Da lobt man sich doch eine List(e)! Die 400 Seiten starke Publikation leistet mit ihrer Sammlung von Prüffragenkatalogen, für die der Begriff Checkliste synonym verwendet wird, echte Schützenhilfe, und zwar jedem Marketingbudget. 10 Kapitel führen durch die Welt des Kunden, von der Kundenanalyse bis hin zum kundenorientierten Unternehmen. Völlig unerheblich, ob man den Wert eines Neukunden analysieren möchte oder Customer Energy integrieren will. Kein Buch, das man von Anfang bis Ende lesen muss, um etwas damit anfangen zu können. Wer eine Checkliste braucht, um in jeder Phase des Kundenlebenszyklus die richtige Kundenbindungsmaßnahme zu ergreifen – bitte sehr! Wer wissen will, wie er zu einer umfangreichen Kundendatenbank kommt – auch das kein Teufelswerk, sondern fein säuberlich gelistet. Und – um auch den letzten Zweifler zu überzeugen – das Ganze gibt’s auch virtuell. Die mitgelieferte CD enthält sämtliche Checklisten als Arbeitshilfe. Ausfüllen, ausdrucken, ausnutzen – besser geht’s nicht. Wer da noch glaubt, fehlende Kunden sind dem Schicksal geschuldet, wird wohl künftig von Leuten mit „Papierstreifen“ mitleidig belächelt. Kerstin Schulz
Thema: Checklisten und Kundenmanagement
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