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Marc Beise (Hg.), Stefan Schmittmann: Ressource Mensch. Mitarbeiter finden, fördern, fordern. Redline Wirtschaft 2007. Von der LOGIK eines Heuhaufens Ein passenderes Coverfoto hätte man für die Thematik dieses Buches gar nicht finden können: Die berüchtigte Nadel im Heuhaufen, Sinnbild für die Suche nach dem schier Unmöglichen. Jetzt könnte sich ein Gespenst zu diesem Heuhaufen hinzugesellen – das Gespenst der Resignation in den Personaletagen. Es geht um unsere Mitarbeiter und um die Frage, was Unternehmen bedenken und tun sollten, um mit den richtigen Leuten erfolgreich zu sein. Ende 2006 beschäftigte sich das fünfte Expertenforum des Mittelstandes mit den „Human Ressources“. Das vorliegende Buch ist eine Dokumentation dieses Forums, ergänzt um Beiträge namhafter Experten. Geballtes Wissen also über Personalpolitik im weitesten Sinne. Mit Zahlen, die uns seit Jahren mehr oder weniger geläufig sind, aber stets aufs Neue schockieren, wie die knapp ein Fünftel aller bundesdeutschen Angestellten, die ihrer Firma innerlich bereits gekündigt haben. Gerade vor diesem Hintergrund scheint es unverständlich, dass noch immer beinahe 40 Prozent der deutschen Unternehmen keine Personalplanung betreiben. Höchste Zeit, etwas zu ändern! Um den Gespenstergedanken nochmals aufzugreifen – er ist gar nicht so weit hergeholt. Das Gespenst namens LOGIK-Studie wird Personalern künftig den Schweiß auf die Stirn treiben. Die LOGIK-Studie ist eine 20 Jahre andauernde Untersuchung des Max-Planck-Instituts in München, gestartet 1984 mit 200 damals 3- bis 4-Jährigen. Man wollte herausfinden, wie sich Persönlichkeitsmerkmale und bestimmte Fähigkeiten entwickeln. Auf dem Expertenforum des Mittelstandes kamen erste Erkenntnisse zur Sprache, die man mit einem alten Sprichwort auf den Punkt bringen könnte: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Personaler werden nun damit konfrontiert, dass Schulzeugnisse wenig geeignet sind, berufliche Erfolge zu prognostizieren, oder dass „… intellektuelle Leistungsfähigkeit und die mathematische Kompetenz nicht miteinander korrelieren …“. Für die Ressource Mensch, die als die wichtigste Unternehmensressource schlechthin gilt, werden die Ergebnisse der LOGIK-Studie weitreichende und heute vermutlich kaum absehbare Folgen haben. Personalentwicklungsmaßnahmen z. B. sollten sinnvoller Weise exakt auf den jeweiligen Mitarbeiter und sein Persönlichkeitsprofil abgestimmt sein. Man wird sich intensiv mit dem so genannten blinden Fleck eines Menschen beschäftigen müssen, der zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung klafft. Das zwingt den Personalern den Blick in Richtung Persönlichkeitsdiagnostik verstärkt auf. Den Herausgebern der vorliegenden Dokumentation geht es darum, den Mittelstand für die Notwendigkeit guter Personalpolitik zu sensibilisieren. Immerhin sind 70 Prozent aller Arbeitskräfte in mittelständischen Firmen beschäftigt, von denen wiederum 80 Prozent maximal 10 Mitarbeiter haben. Die daraus resultierenden Anforderungen an den Einzelnen steigen mit zunehmendem wirtschaftlichen Druck. Das Anforderungsprofil einer Stelle mit dem Eignungsprofil eines Mitarbeiters abzugleichen und die richtigen Schlussfolgerungen daraus zu ziehen, wird künftig verstärkt über Unternehmenserfolge entscheiden. Kerstin Schulz
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