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Praxis-Leitbild, Vision oder Philosophie – Taten statt Worte!

Auch wenn beinahe jede Internetseite einer Zahnarzt-Praxis über ein Leitbild, eine Praxis-Vision oder Philosophie verfügt, wagen Sie ruhig den Verzicht darauf. Es lohnt wenig, sich tage- oder gar wochenlang Gedanken über die perfekte Formulierung zu machen. Und sich dann beruhigt zurückzulehnen in dem Glauben, dem eigenen Tun mit einem Praxis-Leitbild die Krone aufzusetzen. Entweder haben Sie eine Vision oder Sie haben keine. Entweder leben Sie nach Ihrer Praxis-Philosophie oder sie ist nur ein schöner Schein.

Wichtig sind weniger die Worte, die Sie für Ihr Praxis-Leitbild finden. Sie sehen es schon an der Tatsache, dass es ganz unerheblich zu sein scheint, ob wir von Vision, Leitbild oder Philosophie sprechen. Wirklich von Bedeutung ist allein das, was in der Praxis real geschieht.

Praxis-Philosophie oder wohl dem Patienten

Viele Zahnärzte behaupten, das Wohl der Patienten stünde im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Was genau ist denn das Wohl des Patienten? Und woher weiß man das? Wird jeder Patient darüber befragt? Und auf welche Weise? Im Beratungsgespräch oder schon auf dem Anamnesebogen? „Das Wohl des Patienten“ ist relativ. Man vermutet, das seien kurze Wartezeiten in entspannendem Ambiente, kompetente Behandlung und serviceorientierte Mitarbeiter. Serviceorientiert – was verstehen Sie in Ihrer Praxis darunter? Je mehr solcher oder ähnlicher Formulierungen Sie in Ihr Praxis-Leitbild einbauen, umso schwammiger und unklarer wird, was Sie eigentlich meinen.

Üben Sie sich also im Verzicht. Oder besser: Leben Sie vor, was Wert für Sie hat! Wollen Sie die Angsthasen unter Ihren Patienten dazu bringen, sich entspannt behandeln zu lassen, dann tun Sie alles nur Mögliche dafür. Untermauern Sie eine sensible Patienten-Kommunikation, indem Sie sich mit psychologischen Themen auseinandersetzen. Lernen Sie, Entspannungstechniken anzuwenden und schulen Sie Ihre Mitarbeiter darin. Nehmen Sie Kontakt zu Spezialisten auf, die sich mit der Behandlung von Angstpatienten auskennen, und suchen Sie nach Möglichkeiten, deren und Ihre Arbeit miteinander zu verknüpfen. Und vor allem: Sorgen Sie dafür, dass Angst im Miteinander Ihrer Angestellten ein Fremdwort bleibt.

Denn auch Mitarbeiter haben Ängste. Davor, Ihren Erwartungen nicht gerecht zu werden, die Probezeit nicht zu bestehen oder vor dem Umgang mit dem neuen Röntgengerät. Sie fürchten sich vor dem Verlust einer mühsam erarbeiteten Position in der Praxis, vor anstehenden Veränderungen oder davor, mit Ihnen ein Gehaltsgespräch zu führen. Ängste sind vielfältig, ihnen so zu begegnen, dass sie abgebaut werden, ein langwieriger Prozess. Ein gut formuliertes Praxis-Leitbild macht nur dann Sinn, wenn Sie jedem einzelnen Satz reale Taten folgen lassen.

Prüfen Sie für Ihre Praxis-Philosophie, Vision oder wie immer Sie es nennen, also Folgendes:

Ist die Idee, eine Praxis-Vision zu formulieren, ein echtes Bedürfnis
   aller Mitarbeiter?
Oder geht es eher darum, positive Stimmung zu verbreiten?
Trifft das Leitbild der Praxis eine konkrete Aussage darüber, wo wir
   gerade stehen?
Können wir exakt formulieren, was wir erreichen wollen?
Wissen wir, wie wir ans Ziel kommen?
Kennt jeder einzelne seine Aufgabe in diesem Prozess?

Übrigens gehen Sie ein großes Risiko ein, wenn Sie ein Praxis-Leitbild formulieren! Das, wozu Sie sich bekennen, ist ein Versprechen, das Sie einhalten müssen. Ihren Patienten, Ihren Mitarbeitern und sich selbst gegenüber.

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