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Axel Ritter: Smart Materials in Architektur, Innenarchitektur und Design. Birkhäuser Verlag 2007 Was wäre wenn Was wäre, wenn Autos erkennen könnten, wie sich ihr Fahrer fühlt? Wie wär´s, wenn Kleidung niemals verschmutzen würde? Wo kämen wir hin, wenn Gebäude selbständig ihre Erscheinung wechseln könnten? Fragen, die nach Fantasy klingen. Nach Zukunftsvisionen. Nach dem tief bedauernden Seufzer des WAS WÄRE WENN. Doch die Zukunft ist bereits unter uns. Kaum sichtbar hat fast jeder mit ihr zu tun. Wie damals, als das Rad erfunden wurde, und eigentlich von vornherein klar war, dass daraus einmal ein Auto werden müsste. Ein sinnvolles Gefährt, das den Menschen eine größere Beweglichkeit und enorme Transportmöglichkeit bringt. Ein Vehikel im Dienste des Menschen. Mit einem Eigenleben, das nur in Momenten großen Ärgernisses erkennbar wird. Etwa, wenn der Motor nicht anspringt, oder die Klimaanlage den Innenraum nicht kühlt. Dinge, deren Eigenleben für angenehme Überraschung sorgt, und als sinnvolle Reaktion erscheint, hat Axel Ritter in seinem Buch SMART MATERIALS zusammengetragen. Ein Sachtitel, der unter Designern und in der Architektur für Materialien mit Wechseleigenschaften steht. Sie reagieren zum Beispiel auf Licht, Temperatur und Anlegen eines elektrischen Feldes und ändern so ihre Form und Farbe reversibel. Jeder kennt ja Thermometer deren Quecksilbersäule sich je nach Außentemperatur verändert. Ritters Buch zeigt Kleidung mit einem Selbstreinigungs- oder Formgedächtniseffekt. Farb-, klang- und duftvariierende Automobile. Lichtkinetische Fassaden, die auf Jahreszeiten und energetische Zustände reagieren, und autonom ihre Farbe verändern. Dabei beschränkt sich der Autor auf sachliche Beschreibungen und akribisches Katalogisieren. Den Lesern bleibt viel Raum für eigene Leidenschaften, für das Entwickeln von Visionen, und für den Traum von Dingen, deren Leben mindestens ebenso subtil erkennbar wird, wie jenes der Pflanzen. Patrick Daubitz
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